Darf ich dir eine Geschichte erzählen?

1. Wie ein kleines Mädchen lernte zu funktionieren

Vor vielen Jahren… Es war einmal ein kleines Mädchen, tief verbunden mit ihrer Familie.
Ihr Papa war ihr großer Held.
 
Schon immer lief sie mit ihm über den Hof, reichte ihm Werkzeug, schaute ihm beim Schrauben an den Autos zu, dufte mitanpacken. Ja, das war sein leidenschaftliches Hobby. Dieses kleine Mädchen wollte überall dabei sein, wo der Papa war. Sie liebte diese Momente. Und ihr Papa liebte sie.
 
Abends wartete sie immer auf diesen einen Augenblick.
Das Auto fuhr vor. Die Haustür ging auf.
Schritte im Flur.
 
Und ihr Herz machte jedes Mal einen kleinen Sprung. Sie rannte los in seine Arme.
 
Papa ist da.
 
Er war ihr Halt. Ihre Stabilität. Ihre wichtigste Bindung. Empathisch, voller Liebe.
 
Doch dann wurde dieser Papa krank. Sie war gerade 2,5 Jahre jung.
 
Über Jahre hinweg begleitete dieses kleine Mädchen etwas, das sie nicht verstand. Krankenhaus. Angst. Wieder nach Hause kommen. Müde, abwesend. Der Geruch nach Medizin, der Geruch nach Krankenhaus. Hoffen, es geht bergauf. Wir unternehmen wieder etwas.
 
Diese leise Unsicherheit, die sich immer mehr im Alltag ausbreitete.
 
Sie passte sich an, wollte nicht auffallen, keinem eine Last sein, wurde ruhig im außen.
 
Und dann kam dieser eine Tag, der alles veränderte.
 
Sie war acht Jahre alt und saß vor dem Fernseher. Pippi Langstrumpf lief. Ein ganz normaler Nachmittag.
 
Dann öffnete sich die Tür zum Herrenzimmer, in dem der Fernseher stand, und sie auf einem Ledersessel kuschelnd den Film verfolgte. Pippi Langstrumpf, für sie das tollste Mädchen der Welt. So wollte sie auch sein, mutig, stark, klug, frei.
 
Ihre Gedanken wurden unterbrochen.
 
Ihre Mama kam herein und sagte einen Satz, der ihr Leben für immer verändern sollte:
 
„Du, der Papa ist gerade gestorben.“
 
In diesem Moment setzte ihr Herzschlag kurz aus.
 
Die Welt wurde still.
 
Ein paar Tage später stand sie auf dem Friedhof. Der Himmel war grau für einen Sommertag, die Luft irgendwie kühl. Über 200 Menschen standen um sie herum, redeten leise, drückten ihre Hand. Sie nahm es gar nicht richtig wahr.
 
Und dann begann der Sarg langsam in die Erde hinunterzugleiten.
 
Das Seil knarrte.
Die Erde roch feucht.
 
Ein Wind strich über ihr Gesicht, verteilte die Tränen noch mehr.
 
Und plötzlich war alles still.
 
So still,
dass sie ihren eigenen Herzschlag hören konnte.
 
Dumpf.
Langsam.
 
In diesem Moment fühlte es sich an, als würde ein Teil ihres Lebens mit in dieses Grab sinken. So musste sich Dornröschen gefühlt haben, irgendwie am Leben, aber auch irgendwie schon gestorben.
 
Und genau dort entstand dieser Gedanke:
 
Ich darf nicht mehr glücklich sein.
Ich darf nicht lachen.
Ich darf mich nicht freuen.
Alle sind so traurig.
 
Und so begann sie, eine Maske zu tragen. Nach außen wirkte sie offen, empathisch, sogar fröhlich.
 
Doch innerlich fühlte sie sich anders.
 
Gedämpft.
Ausgebremst.
Leer.
 
Heute würde man vielleicht sagen, sie funktionierte einfach weiter.
 
Aber wirklich leben?
 
Das tat sie lange Zeit nicht.

2. Der Moment, an dem das Leben wieder zu knistern begann…

Und doch gab es etwas, das dieses Mädchen immer wieder berührte.
Tiere. Zeit mit ihnen verbringe, sie umsorgen, berühren, … .
 
Vor allem Pferde, hatten es ihr angetan. Schon mit 3,5 Jahren lief sie von zuhause weg zum Nachbarn „Jimmy“ um das Pony namens „Maxi“ zu besuchen, es zu streicheln, zu putzen und darauf geführt zu werden.
 
Mit elf Jahren hatte sie das erste Pflegepferd und durfte mit einem jungen Araber namens „Amir“ an ihrem ersten Wanderritt teilnehmen. Sechs Stunden im Sattel, manchmal auch zu Fuß neben dem Pferd her, bei Regen und Sonnenschein, begleitet von 2 Planwagen mit allem, was man so für ein Wochenende benötigt.
 
Der Po tat weh.
Die Füße taten weh.
Ein bisschen Sonnenschein.
Und dann regnete es.
 
Nicht ein bisschen.
Sondern richtig.
 
Der Regen lief in den Kragen, die Kleidung klebte am Körper. Als sie endlich ankamen, waren alle klatschnass.
 
Doch dann brannte dort dieses Lagerfeuer. Pferde versorgen und dann erst mal raus aus den Klamotten und den Stiefeln, hin zum wärmenden Feuer.
 
Das Holz knackte und knisterte. Die Flammen tanzten im Abendwind, und der Himmel leuchtete noch einmal im warmen Orange, bevor die Dunkelheit kam.
 
Sie saßen im Kreis.
 
Theo und Eddie – zwei alte Cowboys – mit Hut, Jeans, Hemd, Stiefeln, altem Mantel und Bart.
Zum Aufwärmen bekamen alle Tee. Der Dampf stieg aus den Bechern auf und roch nach Kräutern, nach Wald, nach Natur.
 
Sie hielten die warmen Becher in den Händen und spürten, wie die Wärme langsam wieder in ihre Körper zurückkam.
 
Neben ihnen standen die Pferde in kleinen abgesteckten Paddocks auf der Wiese.
Man hörte ihr ruhiges Grasen.
Ein zufriedenes Schnauben.
Ab und zu hob eines den Kopf und schaute zu ihnen herüber.
 
Auch in ihren Augen spiegelte sich das Lagerfeuerlicht und die Tiefe ihrer Seelen.
 
Es wurde gemütlich, friedlich und lustig.
 
Theo und Eddie erzählten Geschichten. Lustige Geschichten. Gruselige Geschichten.
Manchmal hielten alle vor Spannung den Atem an. Dann wieder lachten sie.
 
Jemand holte eine Gitarre hervor.
Und alle sangen.
„Der Cowboy Jim aus Texas, … .“
Die Stimmen mischten sich mit dem Knistern des Feuers, mit dem Schnauben der Pferde und mit dem Zirpen der Grillen im Gras.
 
Und irgendwann spürte dieses Mädchen etwas.
 
Ein Knistern.
 
Nicht nur im Feuer.
In ihr.
 
Als würde etwas in ihrem Herzen wieder wach werden.
 
Und in diesem Moment wusste sie:
Ich lebe. Ich fühle es.
 
Das war die Wende. Raus aus dem Dornröschenschlaf.
Der Moment, in dem sie begann, das Glück zu finden.

3. Das Pferd, das ihr Leben veränderte

Viele Jahre später war dieses Mädchen erwachsen.
 
Eines Tages fuhr sie mit ihrem Freund los – der später auch ihr Ehemann werden sollte und gemeinsam würden sie 3 wundervolle Kinder bekommen – um ein weiteres Pferd anzuschauen. Einen edlen Andalusier.
 
Sie gingen durch den Stall.
 
Und plötzlich blieb ihr Blick hängen.
 
Da stand sie.
 
Ein kleines Pony.
Etwa 1,46 Meter groß.
Schwarz-weiß -gescheckt.
 
Zart.
Schüchtern.
Fast ein bisschen verloren.
 
Sie stand still ganz hinten an der Wand in ihrer Box und schaute sie an.
 
Mit diesen großen, wachen Augen und einer Sehnsucht im Blick.
 
Und in diesem Moment wusste sie es einfach.
 
Das ist mein Herzenspferd.
 
Nicht der edle Andalusier mit toller Abstammung.
 
Dieses kleine bunte, irische Pony ohne Papiere.
 
Und so kam Abbygale in ihr Leben.
Sie nannte sie Gale.
 
Ein Pferd, das schon viel erlebt hatte. Viele Hände. Viele Geschichten und Ungerechtigkeiten erzählen konnte.
 
Genau wie sie selbst.
 
Damals wusste sie noch nicht, dass dieses Pferd einmal das größte Geschenk ihres Lebens sein würde.
 
3. Der Moment im Roundpen
 
Der wichtigste Moment mit Gale passierte unerwartet auf einem Kurs im Roundpen.
 
Ein runder Platz, abgesteckt in einer Reithalle.
 
Sand unter den Füßen.
Die Luft still.
 
Das Pferd frei im Roundpen. Kein Halfter, keinen Strick.
 
Es ging um führen und folgen – nur über Körpersprache, über Energie, Ausdruck und Gedanken für echte Partnerschaft zwischen Menschen und Pferden…
 
Sie stand in der Mitte.
 
Der Sand knirschte unter ihren Schuhen.
 
Ihr Herz schlug schneller.
 
Sie wollte unbedingt, dass Gale ihr folgte.
 
Andere haben es schon vorgemacht und es hat jedes einzelne mal funktioniert.
 
Sie hatte so viel Energie in sich.
 
Power.
Druck.
Ego.
 
Und plötzlich passierte etwas, das sie nie vergessen würde.
 
Gale hob den Kopf.
 
Und dann rannte sie los.
 
Die Hufe schlugen in den Sand.
 
Dumpf.
Schnell.
 
Und dann krachte sie durch den Zaun. Ein Pony, dass eigentlich so viel Respekt vor einem Zaun hat, dass sie niemals durch gehen würde, selbst, wenn die Litze (Zaun) schon am Boden lag.
 
Stille.
 
Sie stand da, mitten im Sand.
Ihr Herz schlug bis zum Hals.
Ihr war nach weinen zumute.
 
Und sie fragte sich nur:
 
Wer bin ich eigentlich?
Was glaube ich, wer ich bin?
 
Tränen kullerten über ihre Wangen.
 
Sie ließ los.
Den Druck.
Den Anspruch.
Das Ego.
 
Sie wurde still.
Ganz still.
 
Und begann, Gale einfach nur Liebe zu schicken, sie aus der Ferne mit einer liebenden Hand zu streicheln. Ja, das war im ersten Moment verrückt und fühlte sich auch so an.
 
Kein Müssen mehr.
Nur sein.
 
Dieser Moment zwischen Pferd und Mensch mit viel Liebe.
 
Und dann passierte etwas Magisches.
 
Gale kam zurück.
 
Langsam, die Ohren Aufmerksam auf den Menschen gerichtet mit der Frage:
Darf ich dir wirklich vertrauen?
 
Der Sand knirschte leise unter ihren Hufen.
Sie blieb neben ihr stehen.
 
Sie drehte ihre Schulter und Gale schloss sich freiwillig ihrem Menschen an. Gemeinsam liefen sie durch die Halle .Im Schritt, im Trapp, mit Kurven, mit Wendungen.
 
Sie spürte ihre Nüstern an ihrem Ohr. Den warmen Atem.                 
Diesmal liefen die Tränen vor Rührung, vor so viel Gefühl, sich spüren und wahrnehmen. Dieser Augenblick des absoluten Vertrauens, der endlosen Liebe.
Ein Gänsehautmoment pur.
 
Und in diesem Moment verstand sie etwas Entscheidendes:
 
Nämlich was passiert, wenn…
…Du bereit bist das Ego hintenanzustellen.
…Du deine innere Stimme der Unsicherheit, des nicht gut genug-seins  verstummen lässt.
…Du mutig weitergehst, trotz der Angst, du könntest versagen, dich blamieren,…
Gelernt hat Sie in diesem Augenblick:
 
Verbindung entsteht nicht durch Druck.
 
Sondern aus Hingabe, Verbundenheit sowie Echtheit und tiefer Liebe.
 
Durch authentische Präsenz.
Einfühlungsvermögen.
Vertrauensvorschuss.
Wahrhaftiger Liebe.
Einfach Sein.
 
Und vielleicht hast du es längst gemerkt…
 
Vielleicht ist dir beim Lesen schon aufgefallen, dass ich die ganze Zeit von einem kleinen Mädchen erzählt habe.
 
Dieses kleine Mädchen bin ich.
Und das ist meine Geschichte.

Warum ich tue, was ich tue?

Mit dieser Erfahrung, die ich gemacht habe, konnte ich gar nicht anders als meiner Intuition & Berufung zu folgen und Menschen dorthin zu begleiten, endlich wahrhaftig zu leben.

Glücklich zu sein.
Sich lebendig zu fühlen.
HERZverbunden zu sein
Sich leicht zu fühlen.

Frei zu fühlen
 – mit dem Gefühl von endlich zuhause angekommen zu sein – im Körper & im Leben.

Denn darum geht es doch im Leben.
Nicht, ständig zu funktionieren.
Sondern darum, wirklich da zu sein.
 
Raus aus Zwängen.
Raus aus Erwartungen.
Raus aus innerem Druck.
Raus aus längst überholten Werten, die vielleicht nie deine eigenen waren.
 
Das Leben lädt dich ein, deine eigenen Werte zu erschaffen, deine eigenen Sätze zu finden, an die du glauben willst und die dich dorthin führen, wo du ankommen möchtest.
Entscheide, wer du wirklich sein möchtest.  
 
Und genau dabei begleite ich Menschen.
Damit du dich lebendig und frei fühlen kannst und diese Welt zum Leuchten bringst.
 
Nicht irgendwann.
Jetzt.
 
 
Denn die Welt braucht Menschen, die lebendig sind.
Die begeistert sind.
Die lachen.
Die fühlen.
Die Spassss haben.
Die daraus Neues kreieren.
 
 
Und die Liebe in diese Welt tragen. ✨

Finde gerne heraus, ob mein GLÜCKsCoaching zu dir passt:

Ein Gespräch zum Kennenlernen und Impulsgeben:
Ja, wir lernen uns kennen & ich freue mich über erste Impulse, die ich dir schon mitgeben darf.
 
Nur wir zwei.
In angenehmer Atmosphäre.
 
Ohne Druck.
Dafür frei.
 
Ein Raum, in dem du spüren kannst,
ob dieser Weg deiner sein könnte.
 
Und ein Raum, in dem auch ich spüren darf,
ob wir zwei zueinander passen.
 
Ganz einfach.
Von Mensch zu Mensch.
Von Herz zu Herz.✨
 
Deine Ilka Haus
Mach dich frei